Fehlerkultur: Fehler passieren – so gehst Du richtig damit um

Jeder macht Fehler, denn niemand ist perfekt.

Meistens sind diese Fehler auch nicht sonderlich schlimm: Du hast vergessen, neue Milch für die Kaffeeküche mitzubringen, Briefe nicht zur Post gebracht oder das Licht im Büro über Nacht brennen lassen. All das ist ärgerlich, aber kein Beinbruch.

Andere Fehler haben gravierendere Folgen, insbesondere wenn es um die Pflege von Menschen geht. Im schlimmsten Fall hängt die Gesundheit von Patienten davon ab, dass keine Fehler passieren – oder sie schnell korrigiert werden.

Fehler sind normal

Egal, wie gravierend die Folgen eines Fehlers sind: Sie passieren. Aber nicht, weil es dem Verursacher egal ist, was er auslöst. Viel eher bestimmt eine Vielzahl von Faktoren, wie fehlerfrei wir arbeiten. Nicht immer sind diese Probleme leicht zu lösen. Allerdings lassen sich fast immer Wege finden, die Situation zumindest zu verbessern:

 

Müdigkeit

Bist Du ausgeruht oder übermüdet? Wer zu wenig Zeit hat, sich zu erholen, arbeitet automatisch unkonzentriert. Nicht umsonst gibt es Gesetze, wie lange Du maximal am Stück arbeiten darfst und wie viel Zeit Dir zur Erholung zur Verfügung steht.

Achte deshalb darauf, genug Schlaf zu bekommen. So schön es auch ist, in der Freizeit all das nachzuholen, worauf man sich schon lange freut: Mit Schlafmangel in die Arbeitswoche starten ist keine gute Entscheidung.

 

Stress

Dass Multitasking nicht funktioniert, ist längst bewiesen. Trotzdem versuchen viele noch immer, mehrere Aufgaben auf einmal zu erledigen. Je komplexer die Aufgaben sind, desto größer ist die Gefahr, dass sich dabei Fehler einschleichen.

Aber auch Zeitdruck und zu viele Aufgaben begünstigen Fehler. In Zeiten, in denen vieles immer schneller gehen soll, ist es wichtig, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und deutlich zu machen, dass manches eben seine Zeit braucht.

 

Fehlendes Wissen

Wurdest Du in einen neuen Prozess nicht richtig eingewiesen, oder liegt die Einweisung schon sehr lange zurück? Dann schleichen sich schnell Fehler ein. Außerdem ist es oft mit Scham verbunden, zuzugeben, dass man einen eigentlich schon länger etablierten Ablauf nicht sicher beherrscht. Trotzdem ist es wichtig, dass Du dieses Problem ansprichst.

 

Chaos statt Struktur

Es ist eigentlich gar nicht klar, wer für welche Aufgaben zuständig ist, und jeder verlässt sich darauf, dass das schon irgendwie funktioniert? Dann sind Fehler vorprogrammiert.

Eine fehlende Struktur frustriert und kostet alle Beteiligten viel Zeit. Setzt Euch zusammen und überlegt, wie Ihr Euch besser organisieren könnt, damit in Zukunft nichts mehr untergeht.

 

Fehler zugeben

Zu erkennen, dass einem ein Fehler unterlaufen ist, ist niemals schön. Noch unangenehmer ist nur, zu wissen, dass man ihn offen eingestehen muss, um Folgeprobleme zu vermeiden. Trotzdem führt kein Weg daran vorbei: Sprich mit den Betroffenen darüber, dass Dir ein Fehler unterlaufen ist.

Denke daran, dass auch die anderen nur Menschen sind, die im ersten Augenblick genervt oder verärgert sein können. Aber wenn Du zeigst, dass Du verantwortungsvoll mit Deinem Fehler umgehst und nicht versuchst, ihn zu verstecken, wird sich dies bald wieder legen.

 

Eine Lösung erarbeiten

Im Idealfall hast Du den Fehler bereits korrigiert und weißt, wie er sich schnell beheben lässt. Das mildert den möglichen Ärger deutlich ab. Außerdem zeigt es auch, dass Du ihn nicht versteckst, sondern viel eher an einem guten Ergebnis interessiert bist: Statt Deinen Ruf zu retten und den Fehler zu vertuschen, so dass mitunter später schlimme Folgen drohen, tust du alles für einen guten Ausgang der Geschichte.

Auch zuzugeben, dass Du keine Lösung hast, oder Hilfe bei der Lösung brauchst, spricht für Dich. Denn dies zeigt, dass Du Dich gründlich mit der Situation auseinandergesetzt hast und erkennst, dass Du es nicht alleine lösen kannst.

 

Unterstütze eine gesunde Fehlerkultur

Natürlich wollen wir alle Fehler vermeiden. Mit der richtigen Vorsorge können wir die Risiken für Fehler deutlich minimieren: Eine gute Struktur auf der Arbeit oder Arbeitsbücher, in denen alle Abläufe erklärt sind, helfen sehr.

Zugleich lassen sich auch mit solchen Bemühungen nicht sämtliche Fehler vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Mitarbeiter seinen Teil zu einer gesunden Fehlerkultur beiträgt. Dazu gehört an erster Stelle das Anerkennen, dass Fehler menschlich sind. So wird von vorne herein vermieden, dass ein Schuldgefühl aufkommt, wenn ein Missgeschick passiert. Denn gerade Schuld und Scham führen zum Vertuschen und verhindern, dass der Fehler schnell behoben werden kann.

 

Fazit: Lerne, mit Fehlern umzugehen

Fehler lassen sich niemals ganz vermeiden. Statt Deine Kraft zu verschwenden zu versuchen, immer alles perfekt zu machen, konzentriere Dich lieber darauf, aus Fehlern zu lernen und besser zu werden.

Seid auf der Arbeit offen miteinander und unterstützt Euch, wenn etwas schiefgeht. Pflegt die Fehlerkultur Eurer Arbeitsstätte. Das trägt zur Stimmung bei und hilft jedem von Euch.

 

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