Ein Pflegeberuf kann eine sehr erfüllende Tätigkeit sein: Du kümmerst Dich um andere Menschen und bist ihnen die Hilfe, die sie brauchen. Das gibt einfach ein gutes Gefühl.

Aber Pflegeberufe sind auch anstrengend. Körperlich und geistig bist Du immer wieder hohen Belastungen ausgesetzt: Ungünstige Arbeitszeiten und Schichtarbeit, von Rückschlägen frustrierte Patienten oder auch Trauerfälle. Oft hast Du keine Möglichkeit, Dich zurückzuziehen, wenn es Dir zu viel wird.

Daran, dass Dein Beruf immer auch anstrengend ist, können wir nichts ändern. Aber wir können Dich darin unterstützen, so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Je fitter Du bist, desto besser kommst Du auch mit den anstrengenden Tagen zurecht.

Die körperliche Gesundheit

In einem Pflegeberuf zu arbeiten, ist oft auch körperlich sehr anstrengend. Selbst, wenn Du viel auf den Beinen bist und nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, können sich schnell Rückenprobleme einstellen. Indem Du Dich selbst fit hältst, tust Du langfristig Deiner Gesundheit etwas Gutes.

 

Du brauchst Muskeln

Keine Sorge, es geht nicht darum, mehrfach in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Gleichzeitig sind Deine Muskeln aber das, was Dich aufrecht hält und verhindert, dass Du durch körperliche Arbeit chronische Probleme bekommst.

Du musst nicht viel trainieren, aber mit zwei oder drei kurzen Sporteinheiten von 15 Minuten in der Woche kannst Du gezielt im eigenen Wohnzimmer Deine Rücken- und Rumpfmuskulatur stärken. Und das macht Dich nicht nur fit und leistungsfähig, sondern sieht auch gut aus.

 

Haltung bewahren!

Eine falsche Bewegung, und schon hast Du Dich verhoben. Um das zu vermeiden, gewöhne Dir von Beginn an rückenschonendes Arbeiten an. Trage rutschfeste und bequeme Schuhe, damit Du einen sicheren Stand hast. Knicke nicht seitlich ab, und übe das richtige Heben von Lasten. Nutze es, wenn Betten höhenverstellbar sind. Beziehe Deine Patienten soweit es geht ein, damit sie Dich unterstützen.

 

Oft vergessen: Die Haut

In vielen Pflegeberufen musst Du Dir häufig die Hände waschen. Das belastet die Haut, die schnell rissig und spröde wird. Habe also immer Handcreme parat und kümmere Dich darum, dass Deine Haut nicht austrocknet.

 

Richtig essen in der Nachtschicht

Studien zeigen auf, dass Menschen in der Nachtschicht mehr und ungesündere Nahrungsmittel zu sich nehmen. Das macht sich nicht nur auf der Waage bemerkbar, sondern auch in Deiner Leistungsfähigkeit: Du bist schlaff und müde.

Dem kannst Du zum Glück gut entgegenwirken. Bereite Dein Essen schon zuhause vor. So vermeidest Du die Notwendigkeit, den Snackautomaten zu plündern. Verzichte dabei auf fettige, schwer verdauliche Mahlzeiten. Setze lieber auf eiweißreiche Kost und Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten. Diese halten nicht nur lange satt, sondern verhindern auch erfolgreich Heißhungerattacken. Setze außerdem auf mehrere kleine Mahlzeiten statt eine große.

 

Die seelische Gesundheit

Ebenso wichtig wie die körperliche Gesundheit ist das geistige wohlergehen. Leider wird dies sehr oft vernachlässigt. Die Folge sind Stress und im schlimmsten Fall Burnout. Damit es gar nicht erst so weit kommt, müssen alle Seiten daran arbeiten. Wer in einem Pflegeberuf arbeiten muss sich bewusst sein, dass er nicht alleine die Verantwortung dafür trägt, dass alles läuft und es ihm gut geht – sein Arbeitgeber trägt ebenfalls Verantwortung dafür. Da heute händeringend qualifizierte Menschen in Pflegeberufen gesucht werden, können angemessene Bedingungen sehr gut vertreten und durchgesetzt werden.

 

Schaffe Dir einen Ausgleich

Egal, in welchem Bereich Du tätig bist: Die Pflege ist auch anstrengend. Aber gerade Menschen in Pflegeberufen sind von Natur aus Personen, die sich gerne um andere kümmern, im Beruf wie in der Freizeit.

Wenn Du aber überall nur für andere da bist, bleibt kein Raum mehr, um aufzutanken. Schaffe Dir bewusst Freiräume, die ganz alleine dazu dienen, wieder Energie zu tanken. Das heißt nicht, dass Du einsam meditieren musst – auch eine Feier am Strand oder ein großes Picknick im Park können diesen Zweck erfüllen. Wichtig ist, dass Du den Fokus auf Dich legst: Es geht darum, dass Du Dich entspannen kannst.

 

Kenne Deine Grenzen

Und dann kommuniziere sie. Du weißt am besten, wie viel Du aushältst und wann es Dir zu viel wird. Sprich mit Deinen Kollegen und Deinem Arbeitgeber. So könnt ihr sicher einen Weg finden, der Dich nicht auslaugt.

 

Habe jemanden zum Reden

Mit wem redest Du, wenn Dich etwas belastet? Das kann ein Todesfall bei einem Deiner Patienten sein, oder ein Kind, dass nie wieder laufen können wird. Vielleicht ist es aber auch eine sehr stressreiche Phase auf der Arbeit, die Dich belastet.

Wichtig ist, dass Du damit nicht alleine fertig werden musst. Finde jemanden, der Dir zuhört und Dir bewusst macht, dass Du kein Einzelkämpfer sein musst. Dabei geht es nicht darum, Lösungen zu finden. Das Wissen, sich einmal allen Frust von der Seele reden zu können, ist sehr befreiend.

 

Du hast Probleme im Pflegeberuf? Wir helfen Dir

Du hast das Gefühl, dass es einfach nicht klappen will? Dann versuchen wir zu helfen und gemeinsam mit Dir eine Lösung zu finden. Wir wollen, dass es Dir in Deinem Job gut geht und Du Dich ganz auf das konzentrieren kannst, worum es eigentlich geht: Anderen Menschen zu helfen.